Blog · Gesundheit
600 € Gesundheitsbudget: Was Arbeitnehmer wirklich davon haben
11. Juli 2026
Immer mehr Arbeitgeber bieten statt einzelner Gesundheitskurse ein Gesundheitsbudget: einen festen Jahresbetrag – oft 300 bis 900 € –, den du flexibel für Gesundheitsleistungen einsetzt. So holst du das Maximum heraus.
Was typischerweise erstattet wird
Professionelle Zahnreinigung und Zahnersatz-Zuzahlungen, Sehhilfen (Brille, Kontaktlinsen), Heilpraktiker und Osteopathie, Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen (z. B. Reiseimpfungen), Arznei- und Verbandmittel-Zuzahlungen. Der genaue Katalog hängt vom Tarif ab, den dein Arbeitgeber gewählt hat – er liegt meist als App mit Leistungsliste vor.
Wie die Abrechnung läuft
In der Regel: Leistung privat bezahlen → Rechnung in der App hochladen → Erstattung aufs Konto, oft innerhalb weniger Tage. Wichtig: Rechnungen aufheben und vor teuren Behandlungen kurz in der Leistungsliste prüfen, ob und bis zu welcher Höhe erstattet wird.
Was es dir netto wert ist
Ein 600-€-Budget, das du ausschöpfst, sind 600 €, die du sonst aus deinem Netto gezahlt hättest – das entspricht je nach Steuersatz über 1.000 € brutto. Der häufigste Fehler: das Budget verfallen lassen. Die meisten Tarife gelten pro Kalenderjahr ohne Übertrag – im November lohnt der Check, was noch offen ist (Zahnreinigung geht immer).
Gesundheitsbudget vs. Gesundheitskurse
Parallel dazu gibt es die 600-€-Steuerfreiheit für zertifizierte Präventionskurse (§ 3 Nr. 34 EStG) – Rückenschule, Stresskurse und Co. Beides kann nebeneinander existieren. Was dein Arbeitgeber anbietet, steht in der Benefit-Übersicht oder du fragst direkt nach – noch kein Angebot? So sprichst du es an. Mehr zum Thema: Gesundheit & BGM.
Stand 2026, ohne Gewähr; maßgeblich sind die Tarifbedingungen deines Arbeitgeber-Angebots.